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NAX-Report 04/18: ACE-TF Women in Architecture

Mrs. Architect Europäischer Dachverband ACE gründet Task-Force "Women in Architecture"

© Edgar Rodtmann

Almut Grüntuch-Ernst, Grüntuch Ernst Architekten

 

Der Architects' Council of Europe ACE hat auf Initiative des derzeitigen österreichischen ACE-Präsident Georg Pendl die Task-Force „Women in Architecture” ins Leben gerufen, um die Gründe zu untersuchen, die dazu führen, dass Frauen im Beruf seltener die oberen Ebenen der Hierarchie besetzen als Männer. Hier stehen insbesondere die Aspekte der Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern, die Sichtbarkeit von Architektinnen in der Öffentlichkeit und der Stereotyp, den die Gesellschaft mit dem Berufsbild eines Architekten verbindet, im Vordergrund. Die Aufgabe der Task-Force ist, konkrete Empfehlungen und Strategien für berufspolitische Maßnahmen zur Unterstützung von Architektinnen zu entwickeln. Sie wird zweimal jährlich tagen und ist bis 2020 befristet; eine erste Sitzung fand im Oktober statt unter dem Vorsitz der österreichischen Architektin Ursula Faix statt. Die Interessen der deutschen Architektinnen vertreten Katja Domschky (Vorstand Architektenkammer Nordrhein-Westfalen) und das BAK-Büro Brüssel.

Die Projektarbeit der Task Force gliedert sich in drei Abschnitte, deren jeweiligen Zwischenziele die Basis für die nächste Etappe bilden werden. In einem ersten Schritt werden die Gründe herausgestellt, die Frauen davon abhalten, ihren Beruf auszuüben, bzw. führende Positionen zu besetzen. Ferner werden die bisherigen Strategien überprüft, die zurzeit in den verschiedenen Mitgliedstaaten verfolgt werden, um die Gleichstellung der Frauen zu stärken. Hierzu gehören die Förderung der Sichtbarkeit
von Frauen im Beruf, die Persönlichkeitsentwicklung, die Stereotypisierung, das Networking und das Mentoring. Es wird untersucht, ob diese Vorgehen wirklich zielführend sind.

Ein weiterer Schritt wird sein, zu den bestehenden Strategien neue zu entwickeln, die politische und soziologische Ansätze enthalten werden. Hier wird unter anderem auch evaluiert, inwieweit neue Technologien und moderne Arbeitsmethoden dazu beitragen, für Frauen mehr Platz in der Arbeitswelt zu schaffen. Es werden Möglichkeiten entwickelt, die Unternehmen dazu veranlassen, gleichermaßen Frauen wie Männer einzustellen und zu fördern.

Die Erkenntnisse der ersten beiden Arbeitsschritte werden die Basis bilden, auf der weiterführende Vorgehensweisen und Maßnahmen entwickelt werden können, um die Gleichstellung der Frau im Beruf zu erreichen. In einem dritten Schritt wird die Task-Force einen Endbericht erstellen, der eine Übersicht über die aktuelle Situation von Frauen in der Architektur gibt und Vorschläge unterbreitet, wie Frauen in allen Aspekten des Berufslebens Männern gleichgestellt werden können.

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass bei der letzten Vorstandssitzung der BAK im Herbst 2018 die Gründung der Projektgruppe „Chancengleichheit“ auf Bundesebene beschlossen wurde, um die Architektinnen auf nationalem Niveau in der Ausübung ihres Berufs in allen Aspekten zu unterstützen. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen hat parallel zur Teilnahme an der Task-Force des ACE durch Frau Domschky einen Arbeitskreis „Gleichstellung“ gegründet.

 

 
 

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