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20130829wirtschaftsdialog_türkei

29.8.2013 Deutsch-Türkischer Wirtschaftsdialog Planertreffen am Bosporus

© Inga Stein-Barthelmes

 

Der ‚Deutsch-Türkische Wirtschaftsdialog Architektur‘ fand am 29. August 2013 im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Istanbul statt. Mit Architekten aus Deutschland und der Türkei diskutierten Vertreter des Bundeministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der Bundesarchitektenkammer und der istanbuler Architektenkammer über aktuelle berufspolitische und wirtschaftliche Themen. Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Ziel des Treffens war es, Architekten beider Länder die Möglichkeit zu geben, sich persönlich kennenzulernen und Kooperationen anzuregen. Sie sprachen über Formen und Herausforderungen der bilateralen Zusammenarbeit. Dabei wurde deutlich: In der Türkei herrscht eine enorme Nachfrage nach neuem Wohnraum bedingt durch die dynamische wirtschaftliche Entwicklung, das Bevölkerungs-wachstum und eine Verringerung der durchschnittlichen Haushaltsgröße. Auch besteht zurzeit ein großer Bedarf an hochwertigem Büroraum. Weitere Betätigungsfelder für Architekten sind der Hotel- und Infrastrukturbau, besonders in Küstennähe.

Das Teilnehmerfeld setzte sich zusammen aus international erfahrenen Planern. Von Seiten der deutschen Architekten waren vertreten: AS&P Albert Speer & Partner GmbH, Architekturbüro Celik, K+P Architekten und Stadtplaner GmbH, LÉON WOHLHAGE WERNIK, Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und RS associated architects GmbH. Diese türkischen Büros nahmen teil: Erginoglu & Çalislar Architecture, Lars O. Grobe, Mimarlar Workshop, Sikier Mimarlik Ltd.und Tuncer Çakmaklı Architects.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Türkei wurden auch politische und gesetzliche Rahmenbedingungen für die Arbeit der Architektenkammern in Deutschland und der Türkei thematisiert. Es wurde berichtet, dass häufige Änderungswünsche der türkischen Bauherren die Planungsleistungen der Architekten erschweren. Ein weiteres Thema waren die hohen Grundstückpreise in der Türkei. Somit würden baukulturelle Aspekte in den Hintergrund treten. Gegenüber Kooperationen mit deutschen Planern waren die türkischen Kollegen aufgeschlossen. Das deutsche Know-how ist gefragt, und Spezialwissen verschafft einen Wettbewerbsvorteil. So sind Experten für Energieeffizienz, Erdbebensicherheit, Denkmalschutz und Stadterneuerung besonders gefragt. Der Markteintritt gestaltet sich für Ausländer jedoch schwierig und ist derzeit nur zusammen mit einem einheimischen Partner als Erstverantwortlichen möglich. Mehr dazu lesen Sie in der GTAI-Broschüre ‚Türkei – Markt für Architekturdienstleistungen‘.

Am Folgetag besichtigten die Teilnehmer das Großprojekt ‚Bosphorus City‘ in Halkalı, einem revitalisierten Bezirk im Westen Istanbuls. Die Wohnsiedlung wurde vom türkischen Büro Mimarlar Workshop geplant und 2012 in Zusammenarbeit mit einem Projektentwickler fertiggestellt. Auf der diesjährigen Immobilienmesse MIPIM wurde es mit dem Preis ‚Bestes türkisches Projekt‘ ausgezeichnet.

Der Wirtschaftsdialog ist der Ausgangspunkt für eine nachhaltige deutsch-türkische Zusammenarbeit: Der erste Schritt ist gemacht für zukünftige Kooperationen.

 
 

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