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NAX auf der EXPO REAL 2015

6.10.2015 NAX auf der EXPO REAL 2015

© DGNB/BAK, Holger Hill

Networking am Gemeinschaftsstand

 

Zum 18. Mal öffnete die internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen EXPO REAL vom 5. bis 7. Oktober in München ihre Tore. Wie in den Vorjahren war das Netzwerk Architekturexport (NAX) auf dem Gemeinschaftsstand der Bundesarchitektenkammer, der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), dem Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen des Bundes-ministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), der Bundesstiftung Baukultur und dem Baukosteninformationszentrum wieder mit einer Veranstaltung präsent.

In diesem Jahr beleuchtete NAX auf seiner Veranstaltung das Thema "Internationale Arbeitswelten im Vergleich": Flexibilität, Mobilität, Homeoffice, flache Hierarchien, Teilzeitmodelle, Wissensarbeit, Automatisierung und Digitalisierung verändern Arbeit und Leben weltweit rasant. Wie entwickeln und unterscheiden sich Arbeitswelten international unter diesen Bedingungen und Veränderungen? Welche Auswirkungen hat dies auf die Arbeitsprozesse und auf den Menschen als Individuum? Und wie kann Architektur richtige und zukunftsweisende Rahmenbedingungen gestalten?

Diese und weitere Aspekte diskutierten im Rahmen des diesjährigen Mottos des Gemeinschafts-standes Sustainable Baukultur Tanja Remke, Leitung Architektenservice & Beratung bei der Firma Wilkhahn, Prof. Ralf Niebergall, Vizepräsident Bundesarchitektenkammer und Manuel Schupp, Gründer und Geschäftsführer von ORANGE BLU building solutions GmbH & Co. KG.

 

© DGNB/BAK, Holger Hill

StS Gunther Adler, BMUB

 

In seinem Grußwort zur Eröffnung wies Staatssekretär Gunther Adler, BMUB, darauf hin, wie wichtig das Netzwerken in einer globalisierten Welt des Bauens ist. Er begrüßt die Initiative Netzwerk Architekturexport der Bundesarchitektenkammer und wird sich weiterhin mit ganzer Kraft für diese einsetzen.

 

© DGNB/BAK, Holger Hill

BAK-Vizepräsident Prof. Ralf Niebergall

 

BAK-Vizepräsident Niebergall unterstrich dies in seiner Eröffnungsansprache und bedankte sich bei Staatssekretär Adler für seine langjährige Unterstützung. Das NAX trage mit seiner intensiven Arbeit zum sehr guten Ruf deutscher Architekten im Ausland bei.

 

© DGNB/BAK, Holger Hill

Tanja Remke, Wilkhahn

 

Im anschließenden Vortrag von Tanja Remke, Wilkhahn, machte diese die Vielschichtigkeit des Themas Zukunft der Arbeit / Arbeitswelten im internationalen Vergleich klar und warf zunächst einen Blick auf die Megatrends unserer Zeit und deren Einfluss auf zukünftige Arbeitswelten. Auszug aus Ihrer Präsentation: „Betrachtet man diese Wandlungsprozesse, nichts anderes sind Megatrends, so zeigen sich keine gleichmäßigen Veränderungen auf allen Ebenen, sondern asynchrone Entwicklungsgeschwindigkeiten: So gibt es Bereiche mit extrem hohen Entwicklungsgeschwindig-keiten wie z.B. Mode oder IT-Entwicklung. Bereiche mit etwas langsameren Entwicklungs-geschwindigkeiten sind z.B. Organisation oder Infrastrukturen und Architektur. Im Vergleich sehr langsam hingegen entwickeln sich gesellschaftliche/politische Systeme und die Kultur einer Gesellschaft.“

„Einen deutlichen und schnellen Einfluss auf die Arbeitswelt haben für uns die Megatrends Digitalisierung und Globalisierung… Es haben sich hochflexible, multilokale Arbeitsmodelle entwickeln können. Homeoffices und Arbeiten von unterwegs sind schon heute Realität, Co-Working Spaces sind inzwischen in jeder Stadt zu finden. Aktuelle Tendenzen gehen zu den sogenannten 3rd places, ausgelagerten Büros z.B. in Wohnvierteln mit kurzen Wegen und guter Erreichbarkeit, so dass das Büro in Zukunft und teilweise schon heute nicht mehr der einzige Ort zur Verrichtung der Arbeit sein muss.“

„Als erste konkrete Antworten darauf (Anmerkung: auf z.B. gesundheitlich negative Entwicklungen dieser Prozesse wie Bewegungsmangel) entwickeln wir inzwischen Architekturen, Räume und Produkte (…) wie z.B. Treppen als zentrales Charakteristikum in Bürogebäude, innovative Bürokonzepte wie Activity Based Working oder Drehstühle wie ON und IN sowie ABW, Activity Based Working. Gemeint sind Bürostrukturen, die verschiedene Arbeitssettings für unterschiedliche zu erledigende Aufgaben anbieten, nicht aber jedem Mitarbeiter einen eigenen Arbeitsplatz zuweisen. Vom abgeschlossenen Kleinstbereich für konzentrierte Arbeit über kommunikative Angebote in Flur- oder Verkehrsbereichen zum Zweck der spontanen Zusammenkunft bis hin zu flexibel in der Größe variierbaren Teamflächen für Projektarbeiten. (…)“

 

© DGNB/BAK, Holger Hill

Tanja Remke / Wilkhahn, Manuel Schupp / ORANGE BLU, Inga Stein-Barthelmes und Prof. Ralf Niebergall / BAK

 

In der von Inga Stein-Barthelmes moderierten anschließenden Diskussionsrunde wurde deutlich, dass nachhaltiges Bauen und Entwerfen in der Zukunft vor allem bedeutet, neben kulturellen Unterschieden und Anforderungen vor allem Umweltaspekte in Innen- und Außenräumen zu berücksichtigen. Diese sollten gleichberechtigt neben sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten stehen, um nach-folgenden Generationen ein intaktes ökologisches, kulturelles und ökonomisches Gefüge zu hinterlassen.

 

Die pdf-Version dieses Berichts können Sie >>hier (PDF-Dokument, 147.8 KB)herunterladen.

Zum Weiterlesen: Schlussbericht EXPO REAL 2015

Die Veranstaltung wurde durch unsere Partner GEZE GmbH und Wilkhahn möglich gemacht, denen wir sehr für Ihre Unterstützung danken.

                      

                                              

 
 

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