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NAX Report 04/14: Einige Fakten zu BIM – Building Information Modeling

Einige Fakten zu BIM – Building Information Modeling

Das Thema Building Information Modeling und seine Auswirkungen auf die Akteure der Wertschöpfungskette Bau in Deutschland werden heiß diskutiert. NAX möchte an dieser Stelle ausschließlich informieren, nicht werten, und stellt Ihnen nachfolgend einige Projekte, Aktivitäten und Initiativen vor.

Im europäischen und internationalen Rahmen wird BIM von Architekten als anerkanntes Werkzeug und Wettbewerbsvorteil erkannt und genutzt. Der Ausbau von BIM wird stark vorangetrieben. In vielen Ländern wird die Methode bereits angewendet, bzw. es werden Leistungen nach der BIM-Methode eingefordert, wie z.B. in:

  • Dänemark: Bei einem Auftragsvolumen von mehr als 2,7 Mio. EUR ist BIM bei öffentlichen Bauvorhaben für alle lokalen und  regionalen Projekte verpflichtend, bei Regierungsgebäuden bereits ab 670.000 EUR.
  • Finnland: Das zuständige staatseigene Unternehmen Senate Properties verlangst bereits seit 2007, dass eingereichte virtuelle Modelle dem IFC-Standard entsprechen.
  • Großbritannien: Ab spätestens 2016 soll die Planung und Errichtung aller öffentlichen Hochbauten mit BIM-Daten erfolgen.
  • Niederlande: Seit 2011 ist bei öffentlichen Bauten mit einem Volumen von mehr als 10 Mio. EUR der Einsatz von BIM vorgeschrieben.
  •  Norwegen: Bei allen Projekten der staatlichen Bauverwaltung kann auf BIM nur mit einer Ausnahmegenehmigung verzichtet werden.
  • Österreich: Einrichtung einer ÖNORM zu BIM ist erfolgt.
  • Singapur: Bei größeren Projekten ist seit 2013, bei kleineren ab 2015 der BIM-Einsatz verbindlich.
  •  USA: Die General Service Administration sowie die Bundesstaaten Wisconsin und Texas haben den Einsatz von BIM vorgeschrieben. Ebenso gilt dies im militärischen Bereich beim US Army Corps of Engineers.


Ähnliche Entwicklungen gibt es in China, Schweden, Italien, der Schweiz, Katar, Südkorea, Mexiko, Estland und anderen Ländern.

Die Entwicklungen um das Thema BIM werden auch von den Interessenvertretungen der europäischen und internationalen Architektenschaft - Architects‘ Council of Europe (ACE) und International Union of Architects (UIA) – beobachten und begleitet. Die UIA beschäftigt sich in ihrer Berufspraxiskommission mit BIM und unterstützt dessen Nutzung. BIM biete wirtschaftliche und wettbewerbliche Möglichkeiten für Architekten, die seine zentrale Rolle in der Wertschöpfungskette Bau hervorheben.

Auf nationaler Ebene wird aufgrund der von der Bundesregierung beschlossenen Digitalen Agenda 2014 – 2017 die verstärkte Anwendbarkeit von BIM in der Wertschöpfungskette Bau geprüft.
Ergebnisse aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hierzu sind ein Forschungsgutachten: BIM-Leitfaden für Deutschland - Information und Ratgeber (2013) sowie, als Gutachten zur BIM-Umsetzung, ein Maßnahmenkatalog zur Nutzung von BIM in der öffentlichen Bauverwaltung unter Berücksichtigung der rechtlichen und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen (2014).

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) führt diesbezüglich das Förderprojekt BIMiD durch mit dem Ziel, die Building-Information-Modeling-Methode anhand eines konkreten Bauprojekts beispielhaft zu demonstrieren. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu dienen, BIM insbesondere in der mittelständisch geprägten deutschen Bau- und Immobilienwirtschaft zum Erfolg zu verhelfen.

Seitens des BMVI (Reformkommission Großprojekte) wird die Idee der Gründung einer BIM-Plattform nach englischem Vorbild verfolgt, die professionelles Zentrum zur Entwicklung und Verbreitung von BIM sein soll. Die Gründung der Plattform wird von einzelnen Verbänden der Bauwirtschaft unter dem Titel „Bauen Digital GmbH“ vorbereitet.

 
 

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