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NAX Report 03/14: PARTNER GEZE

GEZE - Hauptpartner des NAX Barrierefreies Bauen – Normenunterschiede in der Schweiz und in Deutschland

GEZE Slimdrive SL im Eingangsbereich des Graphic Design Museums in Breda, NL

© Erwin Kamphuis für GEZE

GEZE Slimdrive SL im Eingangsbereich des Graphic Design Museums in Breda, NL

 

Eine unterschiedliche Gliederung ist beim Vergleich der deutschen und der Schweizer Normen und Richtlinien zum Barrierefreien Bauen sofort erkennbar. In Deutschland werden öffentlich zugängliche Gebäude und Wohnungen in eigenständigen Normteilen behandelt (DIN 18040 Teil 1 und 2). Für Arbeitsstätten gilt die „Arbeitsstättenverordnung“ in Verbindung mit der ASR V3a.2. In der Schweiz werden beide in einer Norm zusammengefasst und in die drei Kategorien ‚Öffentlich zugängliche Bauten‘, ‚Bauten mit Wohnungen‘ und ‚Bauten mit Arbeitsplätzen‘ unterteilt. Dabei werden in der Schweiz auch unterschiedliche Konzepte der Erschließung und Nutzbarkeit zugrunde gelegt. Öffentlich zugängliche Gebäude müssen beispielsweise für Menschen mit Behinderungen zugänglich und nutzbar sein. Für Wohnungen und Arbeitsplätze genügt eine rollstuhlgerechte Erreichbarkeit.

Die Schweizer Norm zur Barrierefreiheit SIA 500 stützt sich auf europäische und deutsche Normen, z. B. die DIN 18650 für die Sicherheit an automatischen Türsystemen oder die DIN EN 81-70 für Aufzüge. Beide Länder verfolgen bei ihren Anforderungen eine ähnliche Richtung. Unterschiede gibt es in Details, z. B. in Bezug auf Türen. Während in Deutschland die lichte Durchgangsbreite bei Türen generell mindestens 90 Zentimeter sein muss, wird in der Schweiz das effektiv freie Maß bei geöffneter Tür (hier „nutzbare Breite“ genannt) in Abhängigkeit zur Länge des Durchgangs gesetzt. Sie beträgt 100 Zentimeter in geradläufigen Durchgängen von mehr als 60 Zentimeter und bis zu 200 Zentimeter Länge. Die Breite der seitlichen Anfahrbarkeit an der Hauptschließkante muss bei Drehflügeltüren in Deutschland mindesten 50 Zentimeter betragen, in der Schweiz sind es 60 Zentimeter. Im begründeten Einzelfall darf auf bis zu 20 Zentimeter verringert werden. Die Bedienkraft zum Öffnen der Tür darf in der Schweiz – unabhängig von der Türart – maximal 30 Newton betragen. Für Feuer- und Rauchschutzabschlusstüren bedeutet dies im Normalfall eine Automatisierung, da der Wert von 30 Newton bei korrekter Einstellung des Türschließers nicht erreicht werden kann. In Deutschland wird stärker differenziert – hier liegt der Wert für Türen ohne Türschließer bei 25 Newton. Für Türen, bei welchen ein Türschließer erforderlich ist, sind dagegen deutlich höhere Werte zulässig.

Barrierefreiheit kann also nicht eindeutig definiert werden. Werte und Größen werden wesentlich von der Gebäudenutzung bestimmt. Richtig und sinnvoll ist es darum, dass in beiden Ländern der Schutzzielgedanke in die Normung einfließt und Abweichungen von den Bestimmungen möglich sind, wenn das Ziel nachweislich auch anders erreicht werden kann.

 

© @ GEZE GmbH

 

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