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NAX Report 03/14: Rückblick Durban Kongress

EXTERNE VERANSTALTUNGEN UND MESSEN Rückblick auf den 25. UIA-Architekten-Weltkongress in Durban

Summer School in der Beer Hall

© Vera Martinez

UIA-Weltkongress in Durban/Südafrika

 

Vom 3. bis 7. August 2014 fand in Durban/Südafrika der 25. UIA-Architekten-Weltkongress statt, der erste in Subsahara-Afrika. 5.000 Teilnehmer konnten sich bei 350 Veranstaltungen, Workshops, Seminaren und Redebeiträgen unter dem Titel „Architecture Otherwhere“ globale Themen unter den Stichworten „Resilienz“ (Wandlungsfähigkeit), „Ökologie“ und „Werte“ diskutieren. Zum zwanzigsten Jahrestag der Demokratisierung des Landes wurde dabei auch der Beitrag afrikanischer Architekten zur Weltarchitektur und Stadtplanung präsentiert. Keynote-Speaker waren unter anderem Wang Shu (China), Pritzkerpreisträger Toyo Ito (Japan), Rahul Mehrotra (Indien) und Francis Kéré (Burkina Faso und Berlin).

Trotz des Austritts der Bundesarchitektenkammer (BAK) aus dem Weltverband der Architekten (UIA) Anfang 2014 war die Teilnahme der deutschen Akteure in Durban/Südafrika ausgesprochen erfolgreich. Aus dem Auftrag der BAK, die noch innerhalb der UIA laufenden Arbeitsprogramme zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, erwuchs eine beeindruckende Demonstration der Aktivität deutscher Architekten im Rahmen der internationalen Gemeinschaft.

Besonderen Beifall gab es für die Idee, in einem Areal mit alten Lagerhallen und Werkstätten einen Input für die zukünftige Stadtentwicklung zu liefern. Als Kuratoren organisierten Nina Nedelykov und Christiano Lepratti (Berlin) in Zusammenarbeit mit der Stadt Durban das „Durban Street/Rivertown Project“ – die Reaktivierung einer historischen Bierhalle zu einem kulturellen Zentrum in einem „warehouse-district“ während des Kongresses. Dort gab es u.a. mehrere Architekturausstellungen (u. a. des Instituts für Auslandsbeziehungen und des Goethe-Instituts, eine Posterausstellung an der Fassade des Gebäudes, sowie eine Ausstellung der Ergebnisse eines internationalen Wettbewerbs für Studenten. Es gab eine internationale Summer School für Studenten, Architekturworkshops für Kinder und Jugendliche (organisiert von Hannes Hubrich), Performances und abendliche Rahmenprogramme mit Musik für die zahlreichen Besucher.

Führende Vertreter der Stadt, die verantwortliche Stadtarchitektin Nina Saunders sowie der Instituts- und Regionalleiter des Goethe-Instituts Subsahara-Afrika, Dr. Norbert Spitz, hoben den Wert dieses Projektes für die weitere Entwicklung des Gebietes hervor. Die Stadt Durban hatte ihrerseits mit der Öffnung eines Kanalverlaufs unter der Straße vor der Bierhalle und symbolischer Baumpflanzung die zukünftigen Planungsschritte angedeutet.

Im Anschluss an den Kongress fand die 26. Generalversammlung der UIA statt, bei der u.a von den anwesenden Delegierten das neue Präsidium für die Arbeitsperiode 2014 bis 2017 gewählt wurde. Neuer Präsident ist der malaysische Architekt und Stadtplaner Esa Mohamed, als Vizepräsident für die UIA-Region Westeuropa wurde der britische Architekt David Falla, als neuer Generalsekretär der Amerikaner Thomas Vonier gewählt. Als Austragungsort für den 27. UIA-Weltkongresses konnte sich Rio de Janeiro gegenüber Paris und Melbourne behaupten.

 
Tanz Performance, UIA-WP Architecture for all

© Vera Martinez

Tanz Performance, UIA-WP Architecture for all

 
 
 

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