Logo Twitter
 
Logo LinkedIN
 

NAX Report 01/20: NAX-Partner LANXESS: Trompe- l'œil auf Finnisch

NAX-Partner LANXESS Trompe- l'œil auf Finnisch

© Kuvatoimisto Kuvio

 

Die “avanto architects” aus Helsinki haben für die Kyrö Distillery Company ein stylisches Fasslagergebäude entworfen, das kürzlich mit dem finnischen Beton-Architekturpreis ausgezeichnet wurde. Auf den ersten Blick erscheint das Gebäude wie mit alten, verkohlten Holzbohlen verschalt. In Wirklichkeit besitzt es aber eine rabenschwarz pigmentierte Betonfassade mit täuschend echter Holzstruktur. Die nördlichste Gin- und Whisky-Brennerei der Welt liegt im Flussgebiet des Kyrö, einer großartigen Landschaft mit gut erhaltenen Bauernhäusern und den typischen alten Holzscheunen, die der neuen, 1056 qm großen, schwarzen Lagerhalle als Inspiration dienten. Der Auftrag “Lagerhalle” mag einfach klingen. – Für eine Whisky Destillerie ist die Fasslagerung jedoch essentieller und qualitätsbestimmender Bestandteil des Produktionsprozesses. Damit Whisky Whisky genannt werden darf, muss die Spirituose drei oder mehr Jahre in Eichenfässern ruhen. Riesige Lagerhallen sind deshalb notwendig. Daher entschied man sich für Beton statt für Holz. Doch das ist dem Bau wirklich nicht anzusehen.

 

© Kuvatoimisto Kuvio

 

ALLES ANDERE ALS NUR FASSADE
Die Außenwandstruktur des Fasslagers besteht aus 6 bis 4,5m x 3m großen Standard-Sandwichelementen. Die Besonderheit ist natürlich die Außenhülle mit der Anmutung eines ostbottnischen Dielenbodens. Um diese in Form und Farbe einer typischen regionalen Holzscheune nachzubilden, wurden Originalbretter einer demontierten Scheune zu zwei 1,5 x 4,5 m großen Gussformen verarbeitet. Durch das vorherige Abflämmen und Schleifen der Bretter konnten Kornmuster, Wurm- und Nagellöcher freigelegt werden.

 

© Kuvatoimisto Kuvio

 

So war es möglich, die einzigartige Struktur und Haptik der Bretter für die Gussformen herauszuarbeiten. Mit beiden Formen ließ sich nun ein Muster erzeugen, das sich nur alle 6 Meter wiederholt. Für die Herstellung der Fassadenmatritzen wurde ein elastisches Gießharz gewählt, das der wiederholten Verwendung besser standhielt als die ursprünglichen Altbretter. Eine weitere Herausforderung bei der Produktion der Betonelemente war, das richtige Schalöl zu finden, das das Formmaterial nicht schrumpfen oder Erweichen ließ.

 

© Kuvatoimisto Kuvio

 

ARCHITEKTUR. BETON. BAYFERROX. – DIE PERFEKTE ESSENZ
Nach ursprünglichem Plan sollten die Betonelemente mit farbigem Beton hergestellt und anschließend auf der Baustelle dunkler nachgestrichen werden. Nach einigen Abgüssen wurde das tiefschwarze Betonfarbpigment Bayferrox 360 in einer Dosierung von 5 % Pigment eingesetzt. So konnte auf die aufwändige Lackierung verzichtet werden. Der Einsatz von Eisenoxidpigmenten in Beton beziehungsweise die Umsetzung individueller farblicher Vorstellungen erfordert immer ein grundlegendes technisches und applikatives Know-how – gerade bei schwarzen Pigmenten. Abgesehen vom richtigen Pigment, ist die Wahl des richtigen Zementes von großer Bedeutung. So übt die verwendete Zementart Einfluss auf den Farbton aus, umgekehrt gilt es, Reaktionen von Pigmenten mit Betonzuschlägen zu überprüfen. Dieser Prozess erfordert Expertise im Zusammenspiel von Betontechnologie und eingesetztem Farbpigment. Bei der Realisierung des Fasslagers bekamen die Planer deshalb professionelle Unterstützung durch den Pigmenthersteller Lanxess.

 
 

Unsere Webseiten verwenden Cookies zur Verbesserung der Bedienung und des Angebots sowie zur Auswertung von Webseitenbesuchen. Einzelheiten über die von uns eingesetzten Cookies und die Möglichkeit diese abzulehnen, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.