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NAX Report 01/20: supertecture Till Gröner

Till Gröner stellt vor: supertecture Gemeinnützige Projekte in Afrika

© supertecture

 

Till Gröner hat bereits Schulen und Krankenstationen im Kongo, Mauretanien und Burkina Faso und eine interreligiöse Kirche in Ruanda gebaut und als Nothelfer in Somalia, Syrien und Mosambik gearbeitet. Nach zehn Jahren entschied er sich, konzentrierter und langfristiger an ausgesuchten Orten zu arbeiten, und gründete 2018 ein Start-up, das mit einem neuartigen Konzept nachhaltige und soziale Architekturprojekte realisiert.

Kipili 2050
Unser Thinktank „supertecture“ ist in Afrika auf der Suche nach kreativen Projekten, die es erlauben, traditionell architektonische Entwicklungszusammenarbeit frisch und frei zu überdenken, um Ideen „outside of the box“ umzusetzen. Wir sind überzeugt davon, dass auch in Afrika jeder Ort das Potential für individuelle Sozialprojekte und innovative start-ups mit sich bringt. Die Architektur unserer Bewegung macht solche progressiven Vorhaben möglich: supertecture.

Supertecture lädt alle deutschen, internationalen und jeweils lokalen Jungarchitekten (und -ingenieure), unabhängig von ihren Hochschulen, zu Entwurf und Umsetzung gemeinnütziger Bauprojekte ein. Statt Gehalt und „credits“ gibt es dafür: life-time-experience, Fachwissen, „design-ownership“, das gute Gefühl sinnstiftender Arbeit und nachhaltig entfachte Begeisterung für die eigene Profession.
In unseren Projekten teilen wir komplexe Gebäude in ihre kleinsten Einheiten (Räume). So können wir jungen Teams die Schirmherrschaften für ein jeweils einzelnes room-house© anbieten – das macht aus einem Gebäude immer auch eine soziale und interkulturelle Plastik verschiedener Akteure. Dafür brauchen wir vor allem: ganz viel Zeit.

Die wichtigste Zutat für das Planen und Bauen in Afrika lautet: Langfristigkeit.
Nur langfristige Zusammenarbeit führt zu echten und vertrauensvollen Beziehungen, mit denen sich lokale Bedürfnisse erkennen und Vorurteile abbauen lassen. Nach Bauarbeiten in verschiedenen afrikanischen Ländern (z.B. Kenia und Mosambik) konzentrieren wir uns deshalb momentan auf einen einzigen Standort: Kipili am Tanganjikasee (Tansania). Durch unser langfristiges Engagement vor Ort entstehen hier einzigartige und gemeinsam entwickelte Projekte wie die längste Kindergarten-Rutsche am Tanganjikasee, eine Autobahn-Kirchen-Moschee-Toilette am „lake Rukwa“ und sogar ein genossenschaftliches
Robin Hood Hotel.

Mit ALLEN Dorfbewohnern des Küstenortes Kipili bauen wir ein afrikanisches Genossenschaftshotel, das die Bevölkerung zum Mitbestimmen und Mitverdienen befähigt. Dieses Perpetuum mobile wird zur Antriebsfeder für weitere gemeinnützige Projekte. In guter alter Robin-Hood-Manier soll hier das Geld reicher Urlauber (legal) auf die „armen“ Menschen vor Ort verteilt werden.

supertecture studio
Zur Durchführung des Hotels und weiterer Bauprojekte entsteht zuerst ein „Studio“, in dem junge Architekten zukünftig gemeinsam lernen, leben, forschen, planen und bauen. Die dabei entstehende Architektur wird insgesamt zu einer großen Bauausstellung – also zu Inspirationsquelle und Versuchslabor für innovative und hochgradig umweltfreundliche Bauweisen aus lokalen Materialien und Technologien - für ein ähnliches Projekt in Nepal haben wir vor Kurzem den „Hans Sauer Award“ für besonders nachhaltige Architektur gewonnen. In Tansania haben nun die ersten Bauarbeiten begonnen. In diesem Jahr entsteht unser Studio, im nächsten Jahr der weit und breit allererste Kindergarten. Ein kleiner Schritt zur großen Vision: Kipili 2050.

Till Gröner, Gründer und Projektkoordinator, supertecture, März 2020

 

 
 

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