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NAX Report 03/19: NAX-Partner LANXESS: Andacht in Farbe

NAX-Partner LANXESS Andacht in Farbe

© Lanxess

Die überkonfessionellen Ruhe- und Begegnungsstätte in Inagawa, Japan wurde von David Chipperfield entworfen.

 

Von wegen grauer Beton: Der Baustoff der Moderne kann auch bunt. Welche atmosphärischen Talente er birgt, zeigt der Friedhof in der japanischen Kleinstadt Inagawa. Das Gebäude der überkonfessionellen Ruhe- und Begegnungsstätte, entworfen von David Chipperfield, wurde aus durchgefärbtem Beton errichtet.

Der Friedhof von Inagawa steht allen Religionen offen und bietet als einer der wenigen Orte Japans eine Alternative zu der traditionell-japanischen Einäscherung nach buddhistischem Ritus. Für den Neubau des zweigeschossigen Empfangsgebäudes legte der in Berlin ansässige britische Architekt David Chipperfield einen Entwurf aus flachen Beton-Bauteilen, Laubengängen und frei stehenden Wandscheiben vor, die er, dem  natürlichen Hanggefälle folgend, leicht versetzt übereinanderstapelte. Eine geneigte, durchgehende Ebene überdacht das Ensemble und nimmt die Umrisse der von ihr überdeckten Baukörper auf. Die Dachneigung von 12,7 Grad entspricht exakt dem Blickwinkel, um von hier zum heiligen Friedhofsschrein auf dem Hochpunkt der Anlage aufzublicken.

 

© Lanxess

Der überkonfessionelle, religiös nicht definierte Raum ist weder Schrein noch Kapelle und lädt die Gäste des Friedhofs zur stillen Andacht ein.

 

Das geistig-spirituelle Zentrum der neuen Begegnungsstätte ist ein Pantheon, gedacht als überkonfessionelle Kapelle und kontemplative Herzkammer der Anlage. Der Raum mit seiner transzendenten, stillen Atmosphäre entwickelt sich aus der strengen monolithischen Präsenz des Baukörpers im Zusammenwirken mit dem gezielt gesteuerten Einfall des indirekt einfallenden Lichts. Er ist eine sublime Einladung zur Einkehr. Bei der Gestaltung wurde bewusst auf sakrale Symbolik oder religiös konnotierte Elemente verzichtet; allein der Andachtsraum gewährt seitliche Ausblicke auf zwei flankierende Zen-Gärten, die ansonsten vollständig von hohen Betonmauern umschlossen sind. Der kontemplative Umgang mit der Natur ist ein fester Bestandteil der japanischen Sepulkralund Gedächtniskultur. Deshalb sind in dem neuen Ensemble auch zahlreiche dramaturgisch wohlplatzierte Ecken zu finden, in denen der lebenden Natur ein Platz zur Entfaltung zugewiesen wurde. Entstanden ist ein Ort, der nicht nur spirituell, sondern auch im Hinblick auf seine Architektur und Physis für die Ewigkeit gedacht ist. Architekt David Chipperfield hat sich deshalb bewusst für ein Gebäude aus sandgestrahlten Betonelementen entschieden, die in ihrer wuchtigen Anmutung tatsächlich etwas Unvergängliches haben. Die Pigmentierung überführt das Material Beton gewissermaßen in das Reich des Naturhaften und verleiht dem Bauwerk eine natürliche, erdige Farbgebung.

 

© Lanxess

Die Färbung des Materials verleiht dem Bauwerk eine naturhafte Anmutung und lässt die Anlage sanft mit dem Kontext verschmelzen.

 

Das Gebäudeensemble am Friedhof ist ein Ort des Ankommens und des Abschieds. Der Bau bildet zum einen das Entree des Areals und wird zugleich zu einem Raum des Abschieds von den Verstorbenen. Der monolithische Betonkorpus vermittelt ein Gefühl von Ruhe, Ewigkeit und Schutz. Der erdige Farbton des Materials nimmt dem Bauwerk viel von seiner formalen Härte. Die offenporige, rot pigmentierte Betonoberfläche erscheint jedoch nie gleich. Ihre Farbigkeit und ihr Glanz wandeln sich in Abhängigkeit von Licht, Wetter und Jahreszeit – aber auch mit den Jahren. „Eingefärbter Beton lässt sich optimal mit den verschiedensten Materialien kombinieren und ermöglicht es, moderne Bauten in unterschiedlichste Umgebungen und Naturräume zu integrieren“, führt Chipperfield aus. Das Empfangsgebäude des Friedhofs in Inagawa ist ein Paradebeispiel dafür, wie pigmentierter Beton selbst einem Ort der Erhabenheit zur richtigen Geltung und Atmosphäre verhelfen kann. Der Einsatz von anorganischen Pigmenten in Beton erfordert jedoch immer ein grundlegendes technisches Know-how. Unterstützung erhielten Chipperfield sowie das ausführende Bauunternehmen deshalb von Lanxess. Auf Basis konzeptioneller Vorschläge des Architekten entwarfen die Experten von Lanxess eine Reihe von Beton-Farbmustern, mit denen sich am Ende der gewünschte Ton entwickeln ließ. Nach einigen Praxistests entschied sich David Chipperfield in der Umsetzung für ein helles Braun. Farbige Akzente lassen sich in der Betonarchitektur durch den Einsatz von Eisenoxid- oder Chromoxidpigmenten auf vielfältige Weise realisieren – ohne Leistungseinbußen oder nachträgliche kostenintensive Arbeitsschritte wie Streichen, Lackieren oder Tapezieren. Dafür bietet Lanxess unter den Marken Bayferrox® und Colortherm® ein breit gefächertes  Farbspektrum, das sowohl Liebhaber gedeckter, erdiger Farbtöne anspricht, aber auch den Anhängern einer von Schwarz dominierten Architektur mit einer differenzierten Palette entgegenkommt.

Ansprechpartner:
Business Unit
Intraorganic Pigments
Oliver Fleschentraeger
Market Segment Construction
oliver.fleschentraeger(at)lanxess.de

www.bayferrox.com

 
 

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