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NAX-Report 04/19: Veranstaltungsberichte

NAX-VERANSTALTUNGSBERICHTE

8.10.2019 | MÜNCHEN NAX auf der EXPO REAL

© Konstantin Gastmann

NAX auf der EXPO REAL

 

Auch in diesem Jahr war das Netzwerk Architekturexport NAX auf dem Gemeinschaftsstand von Bundesbauministerium, Bundesarchitektenkammer, Bundesstiftung Baukultur, DGNB und BKI auf der EXPO REAL in München vertreten.

Value in Architecture in Deutschland und den Niederlanden und Netzwerkempfang

Das NAX und das Royal Institute of Dutch Architects BNA sind Mitglieder in der Arbeitsgruppe „New Business Models“ im Architects‘ Council of Europe (ACE) und befassen sich dort mit zukünftigen Arbeitsfeldern und –aufgaben von Architekten sowie mit der Bewerbung europäischer Architekten im internationalen Ausland. Aus dieser Zusammenarbeit heraus wurde die Idee geboren, auf der diesjährigen EXPO REAL eine gemeinsame Veranstaltung zu organisieren, in der unter dem Motto „Value in Architecture“ realisierte Projekte gezeigt und von Architekt und Bauherr vorgestellt werden, deren Mehrwert durch Architektur generiert wurde. In einem Open Call wurde unter den NAX-Paten sowie unter den Mitgliedern von BNA International nach inspirierenden und realisierten Projekten jeder Größe gesucht, bei denen nicht das gute Design im Vordergrund steht sondern der Mehrwert, den Architekten / die Architektur erzielt haben. Der belegbare Mehrwert des Projektes sollte ökonomisch, ökologisch und sozial messbar sein.

Eine Jury aus ACE, NAX und BNA befand über die insgesamt mehr als 40 Einreichungen aus beiden Ländern und sprach sich für die folgenden beiden Projekte aus, die am 8.10. durch Architekt*in und Bauherr*in am BAK-Gemeinschaftsstand vorgestellt wurden:

  • Verwaltungsgebäude der RAG-Stiftung und RAG AG in Essen von kadawittfeldarchitektur,
    vorgestellt von Jana Moritz, kadawittfeldarchitektur und Bea Steindor von Projektentwickler Kölbl Kruse
    Auszug aus Projektbewerbung: Das neue Verwaltungsgebäude von RAG-Stiftung und RAG Aktiengesellschaft auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen orientiert sich an höchsten Nachhaltigkeitsstandards nach DGNB (Zertifizierung in Platin) und berücksichtigt als erstes Projekt in Deutschland umfängliche Maßnahmen nach dem Cradle-to-Cradle-Designprinzip (C2C). Bereits durch die Wahl des Baugrundstücks auf einer vormals intensiv industriell genutzten Fläche der ehemaligen Kokerei Zollverein wurde dem Flächenrecycling der Vorrang gegeben. Dem C2C-Ziel folgend, wirtschaftliche, soziale und ökologische Vorteile zu generieren, wurden vier Mehrwertideen für den Neubau definiert:

1. Positiv für Mensch und Natur: Der Leitidee „… jeder Quadratmeter Welterbe ist wert-volle Fläche“ folgend, war der Kerngedanke des Entwurfs die Reduktion der versiegelten Fläche und die Schaffung von zusätzlichem Lebensraum für Flora und Fauna durch eine intensiv begrünte Dachlandschaft, von der auch die Mitarbeiter profitieren.

2. Gebäude als Kraftwerk: Eine Photovoltaikpergola und bodennahe PV-Elemente erzeu-gen, zusammen mit 18 Geothermiesonden, regenerative Energie und spenden Schatten. Fossile Brennstoffe und CO2 werden somit eingespart und die Luftqualität verbessert.

3. Gesunde und flexible Arbeitsumgebung: Zur Schaffung einer Arbeitsumgebung mit hohem Komfort wurde u.a. auf ausreichend Tageslicht, zu öffnende Fenster und vor allem die gesundheitsfördernde Qualität der verbauten Materialien und somit der Luftqualität (bspw. C2C-zertifizierte feinstaubbindende Teppichfliese) geachtet.

4. Gebäude als Rohstoffdepot: Das Gebäude ist als Rohstoffdepot ausgebildet, d. h. alle Materialien wurden in einem Materialpass erfasst. Dieser wurde im Rahmen des EU-Forschungsprojekts „Buildings as Material Banks (BAMB)“ entwickelt und ist eine Art Da-tenbank um einen Restwert der Materialien zu ermitteln. So können diese in der Zukunft sortenrein ausgebaut, recycelt und somit in Kreisläufe zurückgeführt werden.

  • Projekt Circl-Pavillion in Amsterdam von architecten cie,
    vorgestellt von Erik Vrieling, architecten cie und Petran van Heel vom Bauherrn ABN Amro bank
    Auszug aus Projektbeschreibung: The new ‘Circl’ pavilion is unique in the Netherlands: the first constructed practical example of sustainable and circular designs. The reuse of the applied materials was factored into the process right from the start. With the realisation of a circular pavilion, a philosophy has been put into practice. The striking element of the new pavilion is the large glass facade, giving it an open appeal. The public can use the broad steps to the side of the pavilion. These steps lead to a rooftop garden with a rooftop bar where both passers-by and employees can meet each other. Circl has over 2000m2 of meeting and work spaces and a restaurant on the ground floor with a unique circular concept.

1. The materials used for the floors in Circl once had a different application: rejected wooden window frames have been cut into wooden floors and tiled floors were made from reused concrete with added PCM (phase changing materials) that controls the indoor climate.

2. The timber support structure is made from fully dismountable locally sourced Larch wood.

3. Old jeans of employees and partners of the bank have been included in the ceiling as insulating material.

4. The lifts in Circl have not been purchased, but have been leased and will return to the manufacturer after ten years.

5. All materials, components and parts that make up the building have been recorded in a ‘digital twin’; the building passport is named LLMNT.

6. Circl has direct current provision throughout the entire building.

Die Projekte sind besonders gute Beispiele für die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Annäherung und des befruchtenden Austauschs zwischen Planer*innen. Der bilaterale Wissensaustausch zeigte den Vertretern der anwesenden Immobilienbranche, dass durch Architekten Mehrwert für Immobilien generiert wird und es daher viele gute Gründe gibt, mit Europäischen Architekten weltweit Projekte zu realisieren.

Das Thema Wertsteigerung durch (gute) Architektur und dessen ganzheitlicher Ansatz in allen wichtigen Lebens-, Umwelt- und Sozial-/Gesellschaftsbelangen festigt seine Stellung und wird daher auch uns weiter an- und umtreiben.

Im Anschluss an die Projektvorstellungen lud das NAX zum Netzwerkempfang, den Monika Thomas, Abteilungsleiterin für Stadtentwicklung, Wohnen, öffentliches Baurecht im Bundesministerium des Inneren, Bau und Heimat eröffnete.

 

21.11.2019 | DORTMUND NAX-Fortbildungsveranstaltung „Psychologie + Zeichen: Architektur neu wahrnehmen“

© NAX/Fotograf: Detlef Podehl

 

Eine Fortbildungsveranstaltung der anderen Art fand am 21.11.2019 im Baukunstarchiv NRW in Dortmund statt. Das Netzwerk Architekturexport NAX lud in Kooperation mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen zu der Veranstaltung „Psychologie + Zeichen: Architektur neu wahrnehmen“. Den Teilnehmern bot sich die Gelegenheit, von Architekten und Psychologen mehr darüber zu erfahren, wie beispielsweise gebaute Umwelt auf die menschliche Psyche wirkt und wie kulturelle oder klimatische Unterschiede die Wahrnehmung und Planung von Architektur beeinflussen. Statt Frontalunterricht diskutierten die Anwesenden nach zwei einführenden Vorträgen in vier verschiedenen Think Labs die unterschiedlichen Auswirkungen und Bedeutungen von Licht, Farbe und Türen. Zum Abschluss lernten sie bei einem Vortrag und einer Führung durch Dortmund, Zeichen in der Stadt neu zu deuten.

 

28.11.2019 | Berlin NAX-Kamingespräch "Looking back, looking forward..."

© NAX

 

30 NAX-Paten und -Partner folgten der Einladung des Netzwerk Architekturexport NAX und seines Partners AIC International am 28.11.2019 zum ersten Kamingespräch in die Bibliothek des China Clubs Berlin. In gemütlicher Atmosphäre ließen sie das NAX-Jahr 2019  frei nach dem Motto "Looking back, looking forward..." im kleinen Kreis ausklingen. Gemeinsam mit VIP-Gast Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und den anwesenden Kollegen wurde ungezwungen genetzwerkt und über geplante (NAX-)Aktivitäten 2020 gesprochen. In ihrer Begrüßung betonte Staatssekretärin Bohle, dass sie sich als "Anwältin der deutschen Architekturqualität" verstehe und vor allem die kommende EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands dafür nützen möchte, auch von politischer Seite verstärkt für "Architecture made in Germany" im Ausland zu werben.
Wir danken unserem Partner AIC International herzlich für die Einladung in den China Club!

 
 

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