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NAX Report 03/14: Veranstaltungsberichte

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Steinmeier und Marcegaglia eröffnen den Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz

© Photothek/Köhler

Steinmeier und Marcegaglia eröffnen den Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz

 

Am 26. August 2014 fand anlässlich der 13. Konferenz der Botschafter der deutschen Auslandsvertretungen im Auswärtigen Amt erneut ein ganztägiger Wirtschaftstag statt, der rund 1.100 Entscheidungsträger und Vertreter der deutschen Wirtschaft zum persönlichen Austausch und Dialog einlud.

Den Austausch zwischen Wirtschaft und Diplomatie zu vertiefen, ist das Ziel des Wirtschaftstags der Botschafterkonferenz (kurz: BoKoWiTa), den Außenminister Frank-Walter Steinmeier eröffnete. Er nutzte seine Rede, um die Frage der außenpolitischen Verantwortung Deutschlands auch gegenüber der Wirtschaft in den Fokus zu nehmen. Ihm folgte die Präsidentin des europäischen Industrieverbands "BusinessEurope", Emma Marcegaglia, die ein Plädoyer für die Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit aussandte.

In Workshops, Foren sowie in 1:1-Gesprächen diskutierten die deutschen Botschafterinnen und Botschafter mit den Teilnehmern über die großen wirtschaftlichen und politischen Trends auf den Auslandsmärkten: von Transatlantischen Perspektiven und neuen Märkten in Afrika, Osteuropa oder am Golf über Energiewende und internationale Berufsbildungskooperation bis hin zur weiteren Etablierung von „Made in Germany“ als Label.

Im Forum „Außenwirtschaft im Gegenwind. Flankierung im Ausland“ wurde den Teilnehmern erläutert, dass die deutschen Botschaften, die Außenhandelskammern sowie Germany Trade & Invest (GTAI) Flankierungsinstrumente im Ausland seien und von exporttätigen Unternehmen genutzt werden können und sollen.
Neue Märkte seien z.B. Indien, wo nach den Neuwahlen ein positiver Wirtschaftsaufschwung erwartet wird und u.a. in naher Zukunft 100 neue Mega-Cities entstehen. Für diese werden Lösungen benötigt, die nachhaltige Antworten auf die Fragen/Probleme u.a. der Energieinfrastruktur finden. Das Ansehen deutscher Partner und deren Know-how seien hier sehr hoch geschätzt.

Dr. Krause von Hochtief Solutions AG weist darauf hin, dass im Ausland von Investoren Lösungen aus einer Hand erwartet werden. Dt. Bauunternehmen, die ja eher mittelständig sind, müssen realisieren, dass Sie mit der Bildung von Konsortien im Ausland erfolgreicher sein könnten. Des Weiteren benötigt man Instrumente, die ein Unternehmen unterstützen, z.B. Euler Hermes Deckungen, die den Bedürfnissen von Dienstleistern angepasst werden sollten.

 
 

Afrika und seine aktuellen Wirtschaftswachstumsprognosen (Sub-Sahara-Afrika zur Zeit +6%, Tendenz steigend) waren ein weiterer Diskussionsschwerpunkt. Auch hier wurde deutlich, dass unterstützende Instrumente und flexible Finanzierungskonzepte erwartet werden, um Investitionen tätigen zu können (s.o.). Konsortienbildung biete Chancen (s.o.), und eine engere Zusammenarbeit mit der Regierung würde gewünscht. Ein großes Thema sei auch die Sicherheit vor Ort sowie die Verantwortung deutscher Unternehmen, Wertschöpfung zu schaffen und auch Aus-, Fort- und Weiterbildung vor Ort zu unterstützen.

Die Diskussion um „Made in Germany – Zukunft eines Labels“ ergab, dass nicht die Frage „Auslaufmodell oder Dauerbrenner?“ die aktuelle ist, sondern das, was der bewusste Einsatz (oder auch Nicht-Einsatz) dieses Labels dem Gegenüber suggerieren will. Das damit verbundene Qualitätsversprechen muss stimmig sein und immer wieder neu eingehalten werden – eine emotionale Besetzung eines Labels ist heutzutage gewünscht und nötig.
Schwierig sei die Diskussion auf europäischer Ebene über die geplante Einführung eines „Made in EU“-Labels (und dem damit verbundenen Wegfall des „Made in …“-Labels“ des jeweiligen EU-Mitgliedstaates). Hier sei unter der aktuellen italienischen Ratspräsidentschaft mit einem deutlichen Vorstoß zu rechnen.

Als Partner des Auswärtigen Amtes waren BAK-Vizepräsident Prof. Ralf Niebergall sowie das Team von NAX vor Ort. Ziel sei es auch gewesen, die für 2015/2016 geplanten Wirtschaftsdialoge und daran anknüpfend die neue NAX-Paten-Ausstellungen in Kasachstan und Katar zu bewerben. Entsprechende Gespräche mit den beiden Botschaftern seien geführt worden.

 
 

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